Energie Lexikon

 

In unserem Energie-Lexikon möchten wir Ihnen die wichtigsten Fachbegriffe aus der Welt der Energie und der Normansprache kurz erläuteren.

 


Audit - Systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Audit­nachweisen und zu deren objektiver Auswertung. Bei diesem Prozess wird ermittelt, inwieweit die Auditkriterien erfüllt sind.

Auditkriterien - Auditkriterien sind Politiken, Verfahren oder Anforderungen, die als Referenz herange­zogen werden.

Auditor - Für die Durchführung eines Audits qualifizierte Person.

Aufzeichnung - Eine Aufzeichnung ist ein Dokument, welches erzielte Ergebnisse darstellt oder einen Nachweis ausgeführter Tätigkeiten enthält.


DIN EN ISO 50001 EnMS - Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung  der ISO 50001; Deutsche Fassung EN ISO 50001:2011

Dokument - Ein Dokument ist das Trägermedium für Information, z. B. Aufzeichnung, Verfahrensdo­kument, Zeichnung, Bericht, Norm.

Drittfinanzierung:  - eine vertragliche Vereinbarung, an der neben dem Energielieferanten und dem Nutzer einer Energieeffizienzmaßnahme ein Dritter beteiligt ist, der die Finanzmittel für diese Maßnahme bereitstellt und dem Nutzer ein Entgelt berechnet, das einem Teil der durch die Energieeffizienzmaßnahme erzielten Energieeinsparungen entspricht, wobei Dritter auch der Energiedienstleister sein kann.


Endkunde: eine natürliche oder juristische Person, die Energie für den eigenen Endverbrauch kauft.

Energie - Energie in Form von Elektrizität, Brennstoffen, Wärme, Dampf, Druckluft oder ver­gleichbaren Medien. Alle handelsüblichen Energieformen einschließlich Elektrizität, Erdgas und Flüssiggas, Brennstoff für Heiz- und Kühlzwecke einschließlich Fernheizung und -kühlung, Stein- und Braunkohle, Torf, Kraftstoffe und Biomasse im Sinne der Biomasseverordnung vom 21. Juni 2001 (BGB!. I S. 1234), die durch die Verordnung vom 9. August 2005 (BGB!. I S. 2419) geändert worden ist, ausgenommen Flugzeugtreibstoffe und Bunkeröle für die Seeschifffahrt.

Energieaudit - ein systematisches Verfahren zur Erlangung ausreichender Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs in der Industrie oder einer Industrieanlage oder privater oder öffentlicher Dienstleistungen, zur Ermittlung und Quantifizierung der Möglichkeiten für wirtschaftliche Energieeinsparungen und Erfassung der Ergebnisse in einem Bericht.

Energieaspekt  - Tätigkeiten, Waren oder Dienstleistungen einer Organisation die in irgendeiner Form Auswirkung auf die Energienutzung oder den Energieverbrauch haben.

Energiedienstleister - Eine natürliche oder juristische Person, die Energiedienstleistungen oder andere Energieeffizienzmaßnahmen für Endkunden erbringt oder durchführt und dabei in gewissem Umfang finanzielle Risiken trägt, wobei sich das Entgelt für die erbrachten Dienstleistungen ganz oder teilweise nach der Erzielung von Energieeffizienzverbesserungen und der Erfüllung der anderen vereinbarten Leistungskriterien richtet.

Energiedienstleistung - Tätigkeit, die auf der Grundlage eines Vertrags erbracht wird und in der Regel zu überprüfbaren und mess- oder schätzbaren Energieeffizienzverbesserungen oder Primärenergieeinsparungen sowie zu einem physikalischen Nutzeffekt, einem Nutzwert oder zu Vorteilen als Ergebnis der Kombination von Energie mit energieeffizienter Technologie oder mit Maßnahmen wie beispielsweise Betriebs-, Instandhaltungs- und Kontrollaktivitäten führt.

Energieeffizienz - Verhältnis oder eine andere quantitative Beziehung zwischen einer erzielten Leistung bzw. einem Ertrag an Dienstleistungen, Gütern oder Energie und der eingesetzten Energie. Energieeffizienz: das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zum Energieeinsatz.

Energieeffizienzmaßnahmen - alle Maßnahmen, die in der Regel zu überprüfbaren und der Höhe nach mess- ­oder schätzbaren Energieeffizienzverbesserungen führen.

Energieeffizienzmechanismen - allgemeine Instrumente zur Schaffung von Rahmenbedingungen oder von Anreizen für Marktteilnehmer bei Erbringung und Inanspruchnahme von Energiedienstleistungen und anderen Energieeffizienzmaßnahmen, die von der öffentlichen Hand, insbesondere von der Bundesstelle für Energieeffizienz eingesetzt werden.

Energieeffizienzverbesserung - die Steigerung der Endenergieeffizienz durch technische, wirtschaftliche oder Verhaltensänderungen.

Energieeinsparungen - die eingesparte Energiemenge, die durch Messung oder berechnungsbasierte Schätzung des Verbrauchs vor und nach der Umsetzung einer oder mehrerer Energieeffizienzmaßnahmen oder Verhaltensänderungen ermittelt wird, wobei äußere Bedingungen, die den Energieverbrauch negativ beeinflussen, durch Bildung eines Normalwerts zu berücksichtigen sind.

Energieleistungskennzahl (EnPI) (en: energy performance indicator) - Quantitativer Wert oder Messgröße für die energiebezogenen Leistung, wie von der Organisation definiert.

Energielieferant - eine natürliche oder juristische Person, die Energie an Endkunden verkauft und deren Umsatz dem Äquivalent von 75 Gigawattstunden an Energie pro Jahr entspricht oder darüber liegt oder die zehn oder mehr Personen beschäftigt oder deren Jahresumsatz und Jahresbilanz 2 Millionen Euro übersteigt

Energiemanagement - Energiemanagement ist ein geeignetes Instrument, um die Reduktion des Energieverbrauchs und damit der Energiekosten systematisch und langfristig im Unternehmen zu verankern. Ziel eines Energiemanagements ist es, den Energieeinsatz in einem Unternehmen vom Energieeinkauf bis zum Energieverbrauch ökonomisch und ökologisch zu optimieren.

Energiemanagementbeauftragter (EnMB)  - Beauftragte(r) der Unternehmensleitung für die Aufrechterhaltung und Fortentwicklung des EnMS.

Energiepate (EnP) - Mitglied des Energieteams, unterstützt den EnMB beim erfüllen seiner Aufgaben und meldet z.B. Nichtkonformitäten an den EnMB.

Energiemanagementhandbuch (EnMH)- Dokumentation des EnMS einer Organisation, besteht aus Ver­fahrens- und Arbeitsanweisungen sowie mitgeltenden Unterlagen.

Energiemanagementsystem (EnMS) - Gesamtheit miteinander zusammenhängender oder interagierender Elemente zur Ein­führung einer Energiepolitik und strategischer Energieziele, sowie Prozesse und Verfah­ren zur Erreichung dieser strategischen Ziele.

Energiemanagement- Team - eine oder mehrere Personen, die für die wirksame Einführung des EnMS sowie für die Erzielung von Verbesserungen der energiebezogenen Leis­tung verantwortlich sind.

Energieeinsatz - Art bzw. Methode der Anwendung von Energie z. B. Lüftung, Beleuchtung etc.

Energieziel (operativ)  - Detaillierte Anforderung an die energetische Leistung, die Gültigkeit für die Organisation oder Teile davon besitzt, sich aus den strategischen Energiezielen ergibt und die zur Erreichung dieser strategischen Ziele aufgestellt werden muss.

Energieziel (strategisch) - Globales Energieziel, das sich die Organisation in Übereinstimmung mit der Energiepo­litik selbst vorgibt.

Energiepolitik - Erklärung der Organisation über ihre Absichten und Prinzipien bezüglich ihrer energeti­schen Leistung, die den Rahmen für entsprechende Aktivitäten bildet.

Energiebezogene Leistung  - messbare Ergebnisse bezüglich Energieeffizienz, Energieeinsatz und Energiever­brauch.

Energieunternehmen - Energieverteiler, Verteilernetzbetreiber und Energielieferanten, deren Umsatz dem Äquivalent von 75 Gigawattstunden an Energie pro Jahr entspricht oder darüber liegt oder die zehn oder mehr Personen beschäftigen oder deren Jahresumsatz und Jahresbilanz 2 Millionen Euro übersteigt

Energieverteiler - eine natürliche oder juristische Person, die für den Transport von Energie zur Abgabe an Endkunden und an Energielieferanten verantwortlich ist.


Finanzinstrumente für Energieeinsparungen-  alle Instrumente zur teilweisen oder vollen Deckung der anfänglichen Projektkosten für die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen wie Finanzhilfen, Steuervergünstigungen, Darlehen, Drittfinanzierungen, entsprechend gestaltete Energieleistungsverträge und andere ähnliche Verträge, die auf dem Markt bereitgestellt werden.


kontinuierliche Verbesserung  - wiederkehrender Prozess, der eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung so­wie des EnMS zum Ergebnis hat.

Korrekturmaßnahme - Maßnahme zur Beseitigung der Ursache eines erkannten Fehlers oder einer erkannten Nichtkonformität. Im Unterschied zu Korrektur, welche einen erkannten Fehler nur be­seitigt, wird eine Korrekturmaßnahme ergriffen, um das erneute Auftreten eines Fehlers zu verhindern. Maßnahmen zur Verhinderung des Auftretens eines Fehlers werden als Vorbeugungsmaßnahmen bezeichnet.


Management-Bewertung - Bewertung des EnMS in Bezug auf ihre Eignung, Angemessen­heit und Wirksamkeit durch die oberste Leitung.

Messstellenbetreiber - Der Messstellenbetreiber sorgt für die Funktion und Betrieb des Stromzählers. Dafür erhält er ein Entgelt, welches bei Energieversorgern bereits anteilig im Grundpreis bzw. dem Arbeitspreis enthalten ist. In der Regel ist der Messstellenbetreiber auch der Netzbetreiber. Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Kunde den Messstellenbetreiber selber wählen und bezahlt das Entgelt für den Betrieb an diesen.

Messdienstleister - Der Messdienstleister liest den Zähler ab und übermittelt die Zählerstände an den Stromlieferanten und den Netzbetreiber. Dafür erhält er ein Entgelt, welches bei Energieversorgern bereits anteilig im Grundpreis bzw. dem Arbeitspreis enthalten ist. In der Regel ist der Messdienstleister auch der Netzbetreiber. Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Kunde den Messdienstleister selbst wählen und bezahlt das Entgelt für die Ablesung an diesen.


Nichtkonformität - Nichterfüllung einer Anforderung.


Verteilernetzbetreiber - eine natürliche oder juristische Person, die verantwortlich ist für den Betrieb, die Wartung, erforderlichenfalls den Ausbau des Verteilernetzes für Elektrizität oder Erdgas in einem bestimmten Gebiet und gegebenenfalls der Verbindungsleitungen zu anderen Netzen sowie für die Sicherstellung der langfristigen Fähigkeit des Netzes, eine angemessene Nachfrage nach Verteilung von Elektrizität oder Erdgas zu befriedigen.

Vorbeugungsmaßnahme - Eine Vorbeugungsmaßnahme wird ergriffen, um das Auftreten eines Fehlers zu verhindern und die Ursache eines möglichen Fehlers zu beseitigen. Eine Korrekturmaßnahme wird hingegen ergriffen, um das erneute Auftreten eines Fehlers zu verhindern.


wesentlicher Energieeinsatz - Energieeinsatz, der wesentlichen Anteil am Energieverbrauch hat und/oder erhebliche Potenziale für eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung bietet.


Zertifizierung - Verfahren nach dessen erfolgreichem Ablauf ein unparteiischer Dritter einer Organisati­on ein Zertifikat ausstellt.

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